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BEHINDERTENWERKSTÄTTEN NEW SADLE

Das Fatale an Lepra ist die dreifach negative Auswirkung: Nach Auftreten der körperlichen Erkrankung erfolgt die gesellschaftliche Ausgrenzung und damit zwangsweise der Weg in die Armut. Nepra e.V. setzte von Anfang an darauf diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Schon die erste von Ernst Wegerich, dem Gründer von Nepra e.V., 1989 errichtete kleine Leprakrankenstation stellte den hilfesuchenden Betroffenen neben medizinischer Versorgung auch Arbeit zur Verfügung. In der allerersten Behindertenwerkstatt wurde das alltägliche Verbandsmaterial für die Behandlung der Wunden selbst gesponnen und gewebt. Dann kamen andere Gewebe hinzu, eine Batikwerkstatt und eine Schneiderei.

Aus der kleinen Leprastation ist mittlerweile ein großes, vielschichtiges Lepra-Rehabilitationsprojekt geworden: New SADLE. Hier lernen und arbeiten gesunde und behinderte Menschen gemeinsam in einer von fünf Werkstätten. Die Produkte werden über den Fairen Handel vertrieben. Der Faire Handel kontrolliert regelmäßig, dass die strengen sozialen Standards eingehalten werden und gerechte Löhne gezahlt werden. Der Überschuss aus diesem Handel geht in die sozialen, medizinischen und schulischen Aktivitäten des Projektes.

Das zentrale Gelände unseres Projektes befindet sich in Kapan, in den Hügeln am nord-östlichen Rand von Kathmandu/Nepal.

Spenden Sie jetzt für dieses Projekt direkt auf Betterplace.

Basudev erzählt seine Geschichte:

Der 43jährige Basudev erkrankte im Alter von zwölf Jahren an Lepra. Heute leitet er eine Papierfabrik und bestieg den Mount Langtang - bereits zwei Mal!

Im Alter von 12 Jahren entdeckte ich erste Anzeichen von Lepra an meinem Körper. Aber erst drei Jahre später bekam ich die Möglichkeit die Krankheit schulmedizinisch behandeln zu lassen. Zuvor versuchte ein Medizinmann aus meinem Dorf die Krankheit zu heilen - ohne Erfolg. Nachdem ich drei Jahre im Anandaban Hospital in Kathmandu behandelt wurde, kam ich zu New SADLE - ein großes Glück für mich! weiterlesen