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JANS BLOG

Jan ist 18 Jahre alt und arbeitet derzeit als Volontär bei dem von uns unterstützten Lepra-Rehabilitationsprojekt New SADLE in Kathmandu. Später möchte er Medizin studieren. Auf dieser Seite berichtet er über seinen Alltag im hektischen, wunderbaren, verrückten Kathmandu!

 

2017-10-30

Heim für behinderte Kinder in Pokhara

Diese Woche habe ich die Behindertenschule von New Sadle in der Nähe von… Pokhara besucht. Dies ist ein neu gebautes großes Haus auf dem Gelände einer öffentlichen Schule. Dort lernen, spielen, essen und schlafen die behinderten Kinder. Das Lernen fällt leider relativ kärglich aus, da es keine Lehrer gibt, die das richtige Know-how im Umgang mit diesen Kindern haben. Zudem sind die Caregiver relativ streng, sodass man noch mehr Mitleid mit den Kindern hat. Zugleich haben die Kinder aber nur Unsinn im Kopf und wenn keiner aufpasst hauen sie sich gegenseitig oder sie urinieren aus dem Fenster - weil sie das einfach lustig finden. Als ich versucht habe ihnen beizubringen, dass man sowas nicht macht, fanden sie das umso lustiger und dachten es sei ein Spiel. Die Probleme hören aber immer noch nicht auf, denn das Management der öffentlichen Schule ist auch für diesen gesonderten Bereich verantwortlich. Das dieses unfähig ist und deshalb schnelle Verbesserungen nicht möglich sind, brauche ich gar nicht weiter auszuführen.

Trotz allen negativen Dingen darf man nicht übersehen, dass, vor allem New SADLE gemeinsam mit einer holländischen NGO und dem Nepra e.V., daran arbeitet, die Umstände zu verbessern. Der Anfang wurde mit einem neuen Haus gemacht, in dem die Kinder in der Gemeinschaft dort leben. Damit besteht die Chance, dass sie in Zukunft auch unterrichtet werden können und man ihnen gutes Verhalten beibringt. Somit besteht die Möglichkeit auf ein annähernd normales Leben.

Mir persönlich hat es auch sehr viel Freude bereitet mich um die Kinder zu kümmern und ihnen etwas Nähe zu bieten. Zwar war es körperlich und emotional sehr anstrengend, doch konnte ich allen möglichen Quatsch vorführen, den ich mit meinen Geschwistern früher auch immer gemacht hab. Somit wurde ich vor allem von den Jüngeren als großer Bruder angesehen und bot eine Schulter zum Ankuscheln.

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Jan - 10:41:13 | Kommentar hinzufügen

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