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JANS BLOG

Jan ist 18 Jahre alt und arbeitet derzeit als Volontär bei dem von uns unterstützten Lepra-Rehabilitationsprojekt New SADLE in Kathmandu. Später möchte er Medizin studieren. Auf dieser Seite berichtet er über seinen Alltag im hektischen, wunderbaren, verrückten Kathmandu!

 

2018-01-09

Weihnachten und Silvester in Nepal

Weihnachten und Silvester habe ich dieses Jahr etwas anders verbracht als sonst. Über die Weihnachtstage habe ich in einem Hotel in Thamel, dem Touristenviertel von Kathmandu, gewohnt. Ich wollte für ein paar Tage raus aus Kapan, denn dort komme ich abends schlecht weg.

In Thamel trifft man jeden Tag gefühlt 50 neue Leute, mit denen man dann abends was zusammen machen kann, z.B. versucht, in die Clubs zu gehen. Gut 50 waren es nicht ganz, aber an Heilig Abend haben wir probiert, mit 30 Leuten ohne Eintritt reinzukommen. Hat leider nicht funktioniert, weil die meisten Nepalesen waren (als Europäer kommt man eigentlich immer ohne Eintritt rein) und es ziemlich voll war. So sind nach und nach alle in verschiedene Clubs und Bars verschwunden und am Ende bin ich mit einem neuen Freund aus Großbritannien und einem Mädchen aus Kanada bis 6 Uhr morgens feiern gewesen. Wir haben dann den Sonnenaufgang abgewartet, dann bin ich ins Hotel zum duschen, frühstücken und schließlich um 9 Uhr am nächsten Tag schlafen zu gehen. Die anderen Tage um Weihnachten liefen ähnlich ab.

Am 27. bin ich in den Chitwan Nationalpark gefahren. Dies ist der bekannteste Nationalpark Nepals und befindet sich im Süden des Landes. Mein Programm dort bestand aus einer Kanu-Tour, einer Dschungelwanderung, Jeep-Safari, einem Elefantenritt durch den Dschungel und kleineren Programm Punkten. Sicherlich alles sehr interessant gewesen, aber für meinen Geschmack zu touristisch. Ich hätte mir noch mehr Abgeschiedenheit und “Dschungelflavour” gewünscht, aber der Ritt auf dem Elefanten war schon einmalig. Ich konnte ein Nashorn und sein Junges aus wenigen Metern fotografieren. Ansonsten gab es noch Krokodile zu beobachten, darunter den gefährdeten Gharial der mit seinem langen und dünnen Maul sehr wie ein Urzeitwesen aussieht und jede Menge Vögel. Die Unterschiede in der Landschaft sind in Nepal schon krass. Im Süden befinden sich subtropische Wälder und Graslandschaften und im Norden das Himalaya mit dem höchsten Berg der Welt.

Am 30. ging es dann vom Chitwan aus Richtung Pokhara, denn dort wollte ich Silvester verbringen. Dort gab es im Touristenviertel ein Straßenfest und für 3 Tage war die Stadt überfüllt bis in den letzten Winkel. Die Hauptstraße wurde abgesperrt, auf den Bürgersteigen befanden sich kleine Stände oder Tische der Restaurants und man konnte alles mögliche an Streetfood essen. An Silvester habe ich am Vormittag Paragliding gemacht. Das hat echt Spaß gemacht, da das Wetter auch gut war und die Aussicht unbeschreiblich war. Am Abend dann wurde es noch verrückter. Die Straßen war so voll wie die Clubs, es war ein Gedränge und die Nepalesen sind komplett ausgeflippt. Es war aber in keinem Fall negativ, sondern die Party-Stimmung war nicht zu übertreffen. Bis zum dritten Januar bin ich noch in Pokhara geblieben, wobei die Stadt am 2. Januar wie ausgestorben war und alles  schon abgebaut war und alle wieder ihrem geregelten Alltag nachgingen. Ich habe die Tage nochmal etwas Sightseeing mit einem Amerikaner und ein paar Nepalesen, die ich aus Kathmandu kannte, gemacht. Es gab echt atemberaubende Aussichten mit und ohne Supermond.

Es waren also ein paar tolle Tage mit viel Action und jetzt geht es wieder etwas ruhiger zu mit der Arbeit in Kathmandu.
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Jan - 10:49:17 | Kommentar hinzufügen

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